FAQ’s

FAQ’s

Häufig gestellte Fragen:

Ab wann besteht Versicherungspflicht?

Obligatorisch ist diese Versicherung für alle Angestellten, die ein Mindesteinkommen von CHF 21’330.- (brutto) jährlich erzielen. Die Versicherung gegen die Risiken Tod und Invalidität beginnt ab dem 1. Januar nach dem 17. Geburtstag, das Sparen für das Alter in der Regel nach dem 24. Geburtstag.

In welcher Pensionskasse bin ich versichert?

Jeder Arbeitgeber muss entweder eine eigene Pensionskasse führen oder sich einer Vorsorgeeinrichtung anschliessen. Er ist verpflichtet, seinen Angestellten den Namen und die Adresse der Pensionskasse, bei welcher er seine Mitarbeiter versichert hat, anzugeben.

Welche Leistungen sind in der Pensionskasse versichert?

In der 2. Säule sind Sie in Ergänzung zur AHV/IV (1. Säule) gegen die Risiken Alter, Tod und Invalidität versichert.

Wo ist mein Guthaben bei Arbeitslosigkeit / Stellenwechsel ?

Bei Beendigung Ihres Arbeitsverhältnisses treten Sie automatisch auch aus der Pensionskasse aus. Dabei müssen Sie der Kasse angeben, auf welches Freizügig­keitskonto / welche Freizügigkeitspolice oder zu welcher neuen Pensions­kasse das Geld zu überweisen ist. Wenn Sie das nicht tun, muss die Pensionskasse Ihr angespartes Guthaben (Frei­zügig­keits­- oder Austrittsleistung) spätestens nach zwei Jahren an die Auffang­einrichtung überweisen. Dazu ist sie seit 2005 verpflichtet. Wenden Sie sich in einem solchen Fall an die Stiftung Auffangeinrichtung BVG.

Handelt es sich um mögliche Guthaben aus Zeiten vor dem 1. Januar 2005, können Sie bei der Zentralstelle 2. Säule eine Anfrage einreichen. Die Zentralstelle 2. Säule ist die Verbindungsstelle zwischen den Pensionskassen und den Versicherten.

Kann ich mein BVG-Altersguthaben bar beziehen, wenn ich die Schweiz endgültig verlasse? 

Eine Barauszahlung des BVG-Altersguthabens ist möglich, wenn die Person nachweisen kann, dass sie die Schweiz endgültig verlässt, um sich im Ausland niederzulassen. Bei einem Umzug in ein EU-Land oder nach Island oder Norwegen ist eine Barauszahlung des BVG-Vorsorgeguthabens seit dem 1. Juni 2007 nicht mehr möglich, wenn die Person in diesem Land weiter gegen die Risiken Alter, Tod und Invalidität versichert ist. Die Auszahlung des überobligatorischen Teils des Vorsorgekapitals (im Gegensatz zum BVG-Minimum) ist hingegen weiterhin möglich.

Welche Auswirkungen hat eine Ehescheidung auf die berufliche Vorsorge?

Im Falle einer Scheidung wird das Guthaben aus der 2. Säule zwischen den Ehegatten aufgeteilt. Geteilt wird das während der Ehe von beiden Ehegatten erworbene Vermögen, nicht aber das vor der Ehe angesparte Vorsorgeguthaben.

Die Änderungen zum Vorsorgeausgleich bei Scheidung traten am 1. Januar 2017 in Kraft. Ab diesem Zeitpunkt werden die Vorsorgeansprüche auch dann geteilt, wenn einer der Ehegatten bereits eine Invaliden- oder Altersrente der 2. Säule bezieht.

Der geschiedene Ehegatte ist nach dem Tod seines früheren Ehegatten der Witwe oder dem Witwer gleichgestellt, sofern die Ehe mindestens zehn Jahre gedauert hat und dem geschiedenen Ehegatten bei der Scheidung ein Unterhaltsbeitrag oder eine angemessene Entschädigung in Rentenform zugesprochen wurde.

Kann ich mein BVG-Altersguthaben beziehen, um mich selbständig zu machen?

Ein Barbezug der Austrittsleistung ist möglich, wenn die Person eine selbständige Erwerbstätigkeit aufnimmt und nicht mehr der obligatorischen beruflichen Vorsorge untersteht. Die Person muss der Vorsorgeeinrichtung den Nachweis erbringen, dass sie eine selbständige Erwerbstätigkeit aufnimmt. Der Antrag für den Barbezug muss im Jahr nach Aufnahme der selbständigen Erwerbstätigkeit bei der Vorsorgeeinrichtung eingereicht werden. Bei verheirateten Versicherten wird die schriftliche Zustimmung des Ehegatten verlangt.

Kann ich mein BVG-Altersguthaben beziehen, um Wohneigentum zu erwerben?

Versicherte können den Vorbezug des Vorsorgeguthabens für den Erwerb von Wohneigentum, die Rückzahlung von Hypothekardarlehen oder den Erwerb von Anteilscheinen an Wohnbaugenossenschaften nutzen. Ein Vorbezug kann alle 5 Jahre erfolgen. Nach dem 50. Altersjahr ist die Höhe des Barbezugs beschränkt. Bei verheirateten Versicherten ist die schriftliche Zustimmung des Ehegatten erforderlich. Wird das Wohneigentum verkauft, muss der vorbezogene Betrag rückerstattet werden.

Sind arbeitslose Personen in der 2. Säule versichert?

Personen, die eine Arbeitslosenentschädigung von über 81,90 CHF pro Tag erhalten, sind für die Risiken Invalidität und Tod, nicht aber für das Alter obligatorisch BVG-versichert. Die versicherte Person und die Arbeitslosenversicherung bezahlen je die Hälfte der Beiträge. Die Austrittsleistung von arbeitslosen Personen ist einer Freizügigkeitsstiftung (Bank oder Versicherung) zu überweisen oder direkt an die BVG-Auffangeinrichtung.

Die Altersvorsorge kann freiwillig weitergeführt werden. Die Vorsorgeeinrichtung hat die betroffenen Versicherten über diese Möglichkeit zu informieren. Die Kosten der freiwilligen Weiterversicherung gehen vollständig zulasten der versicherten Person.

Wann hat der überlebende Ehegatte Anspruch auf eine Hinterlassenenrente?

Der überlebende Ehegatte hat Anspruch auf eine Witwen- oder Witwerrente, wenn er beim Tod des Ehegatten eine der beiden folgenden Voraussetzungen erfüllt:

  1. Er muss für den Unterhalt eines Kindes aufkommen;
  2. Er muss mindestens 45 Jahre alt und seit mindestens 5 Jahren verheiratet sein.